Fotografie im Winter ist nicht nur wunderschön, es birgt auch einige Herausforderungen. Wie auch in der kalten Jahreszeit wunderschöne Fotos gelingen und welche Motive sich anbieten, verrate ich hier. Bist du neu bei der Fotografie, kann ich dir diesen Artikel empfehlen. Da geht es vor allem um die Basics – mit einfachen Beispielen gleich zum Ausprobieren!
Das erwartet dich:
- Vorbereitung und Ausrüstung
- Technische Tipps & Tricks
- Die schönsten Motive im Winter
- Hier geht´s weiter mit Foto-Content:



Vorbereitung und Ausrüstung
Für das Fotografieren im Winter benötigst du grundsätzlich nichts anderes als in den anderen Jahreszeiten. Trotzdem sollte man an ein paar Dinge denken, damit man dann in der Kälte wirklich Spaß hat.
- Apps: ich plane meine Fotos vor allem mit der App PhotoPills (eigenfinanzierte Werbung). Im Winter ist mir eine gute Planung wichtig, wenn ich Sonnenauf- oder -untergang fotografieren möchte, damit ich nicht zu lange in der Kälte warten muss
- Akkus: Durch die kälteren Temperaturen verlieren die Akkus schneller an Kapazität: es hilft, Ersatzakkus nahe am Körper zu tragen und mehrere Akkus mitzuhaben
- Langsamer Temperaturwechsel der Kamera: wechselt die Außentemperatur zu schnell, kann sich Kondenswasser in der Linse bilden. Dann entstehen oft Schlieren in den Bildern, die Kamera muss dann langsam wieder austrocknen. Muss man die Temperatur schnell wechseln, kann man die Kamera in ein Plastiksackerl hüllen – dann läuft das Wasser am Plastik zusammen 🙂
- Zwiebellook: nicht nur der Kamera wird schnell kalt. Beim Ausharren in Verstecken, oder auf der Suche nach lohnenden Motiven kann es sehr kalt werden. Der Zwiebellook (Merinowolle, Daunen/Kunstfaser, Hardshell) kann helfen 🙂 auch spezielle Handschuhe mit abnehmbaren Fingerkuppen sind zu empfehlen
- Zubehör: Stativ (für lange Belichtungen), Microfasertuch, Regenschutz (oder Plastikbeutel), optional Pol- oder Verlaufsfilter
- Speicherkarte: Ausreichend Platz einplanen, um kaltes Wechseln zu vermeiden
Mit welcher Fotoausrüstung ich das ganze Jahr über unterwegs bin, kannst du hier nachlesen: Fotoausrüstung.
Technische Tipps & Tricks
Weiße Winterlandschaften, verschneite Städte, flinke Wildtiere. Winterfotografie kann sehr vielseitig sein und ist auf keinen Fall langweilig – mit diesen Tipps wird dein Schnee wunderbar weiß und du kannst mit coolen Effekten experimentieren 🙂
- Belichtung: Kamera-Automatik belichtet Schnee oft zu dunkel, dann wird er grau oder blau. Manuell +1 bis +2 EV (überbelichten), damit der Schnee weiß wird.
- Schneefall: Kurze Belichtungszeit = Schneeflocken einfrieren; lange Belichtungszeit = Schlieren erzeugen. Blitzlicht erzeugt oft träumerische Effekte (helle Kreise).
- Langzeitbelichtung: Stativ nutzen, um Wasser/Wolken verschwimmen zu lassen oder bei Nacht die Stadt auszuleuchten.
- RAW-Format: Ermöglicht einfacheren Weißabgleich in der Nachbearbeitung, falls der Schnee gräulich wirkt.
Die Tage im Winter sind kürzer und die Sonne steht tiefer. Für Fotografinnen und Fotografen ist das meistens von Vorteil, denn das Licht fällt flacher und ist damit sanfter und weicher. Im Sommer sind die Tagesrandzeiten gute Fotografiezeiten, im Winter kann man jedoch den ganzen Tag draußen fotografieren!

Die schönsten Motive im Winter
Ich gehe am liebsten ein paar Stunden in die Natur, streife herum und lasse mich überraschen. Ich bin noch sehr selten ohne ein Bild wieder nach Hause gekommen. Von Klassikern wie den Vögeln an Futterstellen oder abstrakten Fotos von zerbrochenen Eisplatten war schon einiges dabei.

- Licht: Das tiefe Winterlicht (goldene Stunde) nutzen – mit dem weißen Schnee leuchtet oft die ganze Landschaft
- Details: Nahaufnahmen von Reif, Eiszapfen, zugefrorenen Seen und Bächen, gefrorenen Blättern und Blüten(Makro) – auch mit Teleobjektiv machbar
- Atmosphäre: Nebel mit Schnee (mystische Stimmung), Schwarz-Weiß-Fotografie von Nebellandschaften
- Tiere: Vögel und Eichhörnchen in Stadtparks oder beim Futterplatz sind oft an Menschen gewöhnt, auch Wildtiere wie z.B. Rehe oder Hirsche sind oft an Futterplätzen zu finden – hier jedoch sehr wichtig: NICHT stören, denn sonst erhöht sich ihr ohnehin schon hoher Kalorienbedarf und sie schaffen es eventuell nicht über den Winter
- Landschaft: verschneite Landschaften wirken oft besonders stimmungsvoll. Außerdem muss man für den Sonnenaufgang nicht ganz so früh aufstehen und kommt bei Sonnenuntergang früher nach Hause
- Schwarz-Weiß-Aufnahmen: diese wirken in der generell schon monochromen Winterlandschaft gleich doppelt schön – super zum Experimentieren 🙂










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